Mai 2014 Turku Warnemünde Hohe Düne

Am 7. Mai war es dann soweit. Wir konnten mit LONI 3 Richtung Deutschland ablegen. Erste Station war die Insel Udoe in den finnischen Aussenschaeren. Das Wetter hat uns auch hier nicht verwoehnt. Temperaturen um den Nullpunkt und Nebel begleiteten die Reise. Dafuer herrschte guter Segelwind um 4 bis 5 Bft. Die Insel selbst hat ihren eigen felsigen Reiz. Sie ist relativ klein und einsam. Die Einsamkeit lag aber vielleicht in der fruehen Jahreszeit begruendet. Es gibt einen Inselladen mit Lebensmittel, einen Fischereihafen, eine kleine Marina mit Sauna und sogar ein kleines Hotel. Im Sommer ist sie wahrscheinlich eine attraktive Ferieninsel fuer Naturliebhaber. Nachts konnten wir die Robben hoeren.

                          

Der Nebel ging 2 Tage nicht zurueck und so liefen wir Richtung Visby/Gotland aus. Ausserhalb der Winddeckungsbereiche empfing uns 7 Bft Gegenwind und wieder Nebel. So ging es in die erste Nacht hinein. Loni war Seekrank und wollte nie wieder segeln. Ich konzentrierte mich nachts auf AIS und Radar. Sehen konnte man nur ca 100 bis 200 m. Gegen die Kaelte besonders nachts halfen mir erstens meine Abfahrtsski-Ausruestung und zweitens natuerlich der zweite Steuerstand der LONI 3 mit entsprechender Dieselheizung. Skianzuege sind eine gute Hilfe bei feuchtem und kaltem Segelwetter. Sie sind wasserdicht, bequem und besonders warm. Meinen Anzug habe ich erst in La Coruna wieder von Bord genommen.

In 2 Tagen war Visby in Sicht. Wir hatten viel Platz im Hafen und waren mit allem was man benoetigt versorgt. Dar Hafenmeister bereitete sich auf die Saison vor und hatte viel Zeit uns einen guten Service angedeihen zu lassen. Im Sommer sieht es hier bestimmt anders aus. Die Stadt und die Insel sind zum verlieben. Die Altstadt von Visby zeigt die alte Eleganz der bedeutenden Hansestaedte. Die Insel selbst erlebten wir mit dem vom Hafenmeister bereitgestellten Mietauto. Sie ist sehr offen und weitlaeufig und verfuegt ueber eine wunderschoene Natur. Vielleicht ist es in den Sommermonaten etwas quirliger aber im Mai war es ein Paradies der Natur und der Ruhe. Wir besuchten auch zwei Haefen Nordoestlich von Visby. Diese waren aber sehr klein und zu dieser Zeit auch ohne Service.

       

Nach einigen Tagen Ruhe und Erholung ging es in einem Stueck nach Rostock Warnemuende in unsere Heimat Marina Hohe Duene. Die Ueberfahrt dauerte 2,5 Tage. Fast bis zum Darss hatten wir Gegenwind aus westlichen Richtungen und ebenfalls wieder oft Nebel. Den Schiffsverkehr um Bornholm kontten wir dank AIS und Radar gut ausweichen. Da ich zu diesem Zeitpunkt nur passives AIS an Bord installiert hatte funkte ich nachts vorsichtshalber die grossen Schiffe an wenn diese in gefaehrliche Naehe kamen. Spaeter in Southampton ruestete ich das passive AIS in ein aktives System um. Die meisten Fahrtensegler die ich bisher kennenlernte verfuegen ueber ein aktives System. So gelangt man automatisch auf die GPS Bildschirme der grossen Schiffe. Dies ist ein nicht zu unterschaetzender Aspekt bei Nachtfahrten in stark befahrenen Gewaessern wie Bornholm, Elbemuendung oder englischer Kanal.

Nachts gegen Mitternacht drehte der Wind etwas nach Nord und so hatten wir noch ein schoenes Segelerlebniss von noerdlich Hiddensee bis Warnemuende. Mit 7 bis 8 Knoten Geschwindigkeit bei 6 bis 7 Bft Wind kamen wir das letzte Stueck sehr gut voran. Gegen 06 Uhr morgens kamen wir in Hohe Duene an und fielen erst mal in unseren wohlverdienten Schlaf.

           

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