03.09 -06.09 Cascais Madeira 530 nm

12.09.2014 19:29


Jetzt geht es über den Atlantik nach Madeira. Die Wetterberatung sagt am Anfang wenig Wind und später auffrischenden Wind aber gegen an voraus. Na, da muß uns wieder mal die 110 PS starke eiserne Genua helfen. Eine Nauticat ist auch dafür gemacht. Wir rechnen
mit 3,5 Tagen bis 4 Tagen Überfahrt. Am Anfang haben wir spiegelglatte See aber keinen Wind, wie vorhergesagt. Am zweiten Tag frischt es  auf aber direkt unserem Kurs entgegen. Teilweise versuchen wir durch abfallen zu segeln. Das gelingt auch ein paar Stunden aber wir verlieren zu viel Höhe zu Ziel. Also wieder motoren. Die Wellen werden langsam höher, sind aber mit ihren 2,5 m keine Bedrohung sondern
schütteln das Schiff nur manchmal ordentlich durch. Hildegard geht es nicht so gut aber dank Reisetabletten steht sie es durch. Manchmal wird sie nachts in ihrer Koje im Vorschiff ausgehoben und dann wieder fallengelassen, je nachdem wie die Wellen kommen. Die Wache teilen wir uns gut auf, Meinhard und ich jeweils 4 Stunden und die Mädels von 8 - 12 Uhr. Damit wird die Reise entspannt. Am ersten Abend zaubert Loni noch ein leckeres Abendbrot. Das ist aber am zweiten und dritten Abend unmöglich. Da gibt es höchsten Handwurst oder Handkäse und Brot. Durch Kreuzen verlieren wir Zeit und so entscheiden wir auf der Madeira vorgelagerten Insel Porto Santo unseren Landfall zu machen und am
nächsten Morgen weiter zu fahren um bei Tag in die neue Marina Quinta de Lorde einzulaufen. Porto Santo ist 30 nm nord westlich von Madeira.  Das kommt mir auch ganz recht, da ich mir die Insel sowieso noch andehen wollte wegen des
9 km langen Sandstrandes und der schönen Umgebung. Gegen 17:00 machen wir in Porto Santo am 6.9 fest. Die Mitarbeiter der Marina sind
hilfreich und freundlich. Die Marina selbst ist relativ klein aber gemütlich. Nach einem zünftigen Bordessen, daß uns Loni zubereitet fallen wir erstmal müde ins Bett. Am nächsten Morgen wollen wir weiter.

07.09 .............Hafentag

Am Morgen kontrolliere vordem geplanten Start nach Madeira den Maschinenraum und will auch noch Öl-Stand kontrollieren. Der Kraftstofffilter zeigte auf ein etwas starkes Ansaugvakuum an und so überlege ich auch den Filter zu ersetzen. Als erstes bemerke ich eine starke Hitze im Maschinenraum. Er dürfte eigentlich nur bis maximal 40 Grad warm werden und über Nacht sollte er ausgekühlt sein. Er
lag aber immer noch bei 40 Grad. Sofort merke ich, daß die Batteriebank sehr heiß ist. Ich öffne diese und sehe das Desaster. Die starken 225 Ah AGM Batterien und die 160 Ah AGM Starterbatterie alle von Mastervolt sind aufgeplatzt und teilweise geschmolzen.  Kein Gerät hat eine Anomalie angezeigt. Die Kapazität stimmt die Ströme und Spannungen stimmen und doch dieses Dilemma. Ich schalte erstmal die Batterieladung ab und eröffne unseren Freunden, daß wir hier bleiben müssen. Natürlich kann man die 30 nm auch auf Sicht fahren, aber warum ein Risiko eingehen. Wenn etwas kaputt ist muß man erstmal die Ursache ermitteln und dann das Problem fixen. Der Nauticat
Werfteigner Kaj Gustafson, inzwichen ein guter Freund von uns geworden ist natürlich auch an diesem Sonntag sofort sprechbar und wir vereinbaren für den morgigen Montag eine Telekonferenz mit den Spezialisten in Turku/Finnland. Sie sitzen am Montag ab 07:30 zusammen und beratschlagen über mögliche Ursachen und Maßnahmen.  Ich selbst studiere ebenfalls die Stromlaufpläne und wir kommen zum gleichen Ergebniss.

Die Batterien müssen getauscht werden. Das kann natürlich 2 Wochen dauern da sie nicht mit dem Flugzeug transportiert werden können.

Die Batteriebank mit 3 225 Ah Batterien und einer 190 Ah Batterie muß von der Werft aus belüftet werden. Diese Belüftung wurde offensichtlich vergessen und muß nun nachgerüstet werden.

Die Lichtmaschine des Motors lädt die Batterien direkt, steuert zwar seinen Ladestrom entsprechen Temperatur und Ladezustand, sollte aber doch nach 10 h Dauerbetrieb deaktiviert werden. Hier muß ein kleiner Schalter eingebaut werden.

Die Werft sendet das Material, die ansääsige Werft hier in Porto Santo bestellt die Batterien und bearbeitet die mechanischen Aufgaben. Ich erledige die elektrischen Aufgaben.

So ist Alles erstmal geplant und angeschoben. Jetzt hoffen wir, daß alles Material eintrifftund wir in 2 Wochen weitersegeln können.

Die Zwischenzeit nutzen wir um uns Porto Santo und Madeira (per Fähre und Hotel) anzuschauen. So versuchen wir den Zeitverlust in Grenzen zu halten. Zurzeit genießen wir das 24 Grad warme Wasser und den schönen 9 km langen Sandstrand, der direkt an der Marina beginnt. Auch die täglich angebotene Inselrundfahrt im offenen Bus haben wir genossen und natürlich die wirklich guten Restaurants.   Am Samstag
soll es dann mit der Fähre nach Madeira gehen. Tickets für die Fähre und das Hotel haben wir bereits bestellt.

   


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